Abenteuer Freeride: Die Top 5 Skigebiete in der Schweiz

Kaum ein Land in Europa ist bei Freeridern so beliebt wie die Schweiz.  Im Herzen der Alpen erwarten Freerider auf rund 90 Tiefschneeabfahrten beeindruckende Berggipfel, traumhafte Tiefschneehänge und eine überaus hohe Schneesicherheit.

Wenn dein Parallelschwung schon perfekt sitzt und du dich beim Skifahren auf der Piste bereits sehr sicher fühlst, ist es an der Zeit, das Tiefschneefahren auszuprobieren. Oder bist du bereits ein fortgeschrittener Freerider und suchst nach dem idealen Skigebiet für dein nächstes Off-Piste Abenteuer? Dann bist du hier genau richtig – in diesem Artikel zeigt dir das Team von CheckYeti die besten Skigebiete zum Freeriden in der Schweiz:

  • Freeriden in Zermatt: Ideales Terrain für Anfänger

    Freerider beim Kurvenziehen an einem steilen Hang in Zermatt.
    In Zermatt lernt man die Tiefschneetechnik vom Experten © Stoked Ski- und Snowboardschule

    Der Skiort Zermatt ist dank des markanten Gipfels des Matterhorns (4478 m) sowie des Gornergletschers, auf dem der Skibetrieb ganzjährig möglich ist, weltweit bekannt. Neben vielfältigen, bestens präparierten Pisten bietet das Matterhorn Ski Paradise auch Freeridern traumhafte Tiefschneehänge in allen Schwierigkeitsgraden.

    Ganze 36 km Off-Piste Routen machen das Skigebiet zu einem der angesagtesten Tiefschnee Gebiete im gesamten Alpenraum. Freerider erhalten bei den Bergbahnen Zermatt alle notwendigen Infos zu den markierten Routen, wie etwa die Lawinengefahr vor Ort, die Hangneigung, der Schwierigkeitsgrad der Abfahrt sowie die aktuellen Schneeverhältnisse. Die gelb markierten Pisten sind nicht präpariert, aber vor alpinen Gefahren, wie etwa Lawinenabgängen, gesichert. Lawinenschutzmauern und eine regelmässige Überprüfung durch den örtlichen Lawinenwarndienst minimieren das Risiko am Berg – somit bieten die ausgewiesenen Freeride Abfahrten auch Anfängern das ideale Terrain, um mit dem Tiefschneefahren zu beginnen.

    Am besten lernt man das Tiefschneefahren in einem Freeride Kurs bzw. bei einer geführten Freeride Tour. Da es sich bei diesen Coachings meist um Privatkurse handelt, wird die Kursdauer sowie der Startpunkt der Tour mit dem jeweiligen Guide individuell vereinbart. Anfänger, die das Tiefschneefahren zum ersten Mal ausprobieren möchten, sollten den Parallelschwung gut beherrschen und sich auf Skipisten aller Schwierigkeitsstufen bereits sehr sicher fühlen. Die bestens ausgebildeten Skilehrer helfen dann dabei, die Tiefschneetechnik zu erlernen und zeigen einem den richtigen Umgang mit der Sicherheitsausrüstung. Da die Experten das Gebiet rund um das Matterhorn wie ihre Westentasche kennen, wissen sie genau darüber Bescheid, wo sich die besten Hänge für Freeride Anfänger befinden.

    Details zu den Freeride Touren in Zermatt >

    Freeriden in Davos Klosters: Tiefschnee Paradies für erfahrene Skifahrer

    Freerider beim Tiefschneefahren auf einer Waldlichtung im Skigebiet Davos Klosters.
    Der Skiverbund Davos Klosters zählt knapp 100 km an gesicherten Skirouten © Destination Davos Klosters/Christian Egelmair
  • Der im Kanton Graubünden gelegene Skiverbund Davos Klosters verfügt mit dem Jakobshorn, dem Parsenn, der Schatzalp, der Madrisa sowie dem Rinerhorn über 5 kleinere Skigebiete, von denen jedes auch über Abfahrten im freien Gelände verfügt. Eine Besonderheit ist das Skigebiet rund um den Skigipfel Pischa, auf dem sich zwar keine präparierten Pisten, dafür aber mehrere markierte Skirouten befinden, die somit exklusiv den Freeridern vorbehalten sind.

    Insgesamt zählt der Skiverbund Davos Klosters knapp 100 km an ausgewiesenen Skirouten. Die nicht präparierten, jedoch gesicherten Abfahrten eignen sich bestens für fortgeschrittene Freerider. Eine der längsten Routen ist die 5,5 km lange “Teufi-Abfahrt” am Jakobshorn: Anfangs äusserst steil, geht sie in der Mitte in eine mässige Neigung über und endet im traumhaft schönen Dischmatal. Ein weiteres Highlight für Off-Piste Fahrer ist die neu installierte “Funi Line”. Diese Route verbindet gleich mehrere Tiefschneeabfahrten des Skigebiets und ermöglicht fortgeschrittenen Freeridern eine ganztägige Fahrt im freien Gelände – ganz ohne Aufstieg.

    Wer mithilfe eines professionellen Guides seinen Fahrstil noch verbessern oder noch anspruchsvollere Hänge ausprobieren möchte, wird in Davos Klosters fündig. Die örtlichen Skischulen und lokalen Bergführer bieten sowohl Technikschulungen als auch geführte Touren im freien Gelände an. Die zu befahrenden Hänge werden nach der aktuellen Wetterlage und dem Leistungsniveau des Teilnehmers ausgewählt. Die nötige Sicherheitsausrüstung ist in der Regel bereits im Kurspreis enthalten.

    CheckYeti Tipp: Vom 31. Januar bis 3. Februar 2019 findet in Davos Klosters zum dritten Mal das sogenannte Backcountry Festival statt. Vier Tage steht die Region ganz im Zeichen des Freeride Sports: Neben Infoständen und interessanten Workshops zum Thema Risikomanagement erwartet die Gäste ein vielfältiges Abendprogramm.

    Mehr Informationen zu den Freeride Kursen in Davos Klosters >

    Freeriden in Andermatt: Anfängerfreundliches Skivergnügen im freien Gelände

    Freerider auf einem leicht verspurten Tiefschneehang in Andermatt.
    Andermatt bietet Skifahrern die besten Voraussetzungen, um das Freeriden zum ersten Mal auszuprobieren © Miriam Schuler

    Das im Kanton Uri gelegene Andermatt ist ab der Wintersaison 2018/19 mit dem Bündnerischen Sedrun verbunden. Die beiden Skiorte bilden die bald durchgehend befahrbare SkiArena Andermatt-Sedrun und somit das grösste Skigebiet der Zentralschweiz. Das Skigebiet am Oberalppass ist dank zahlreicher Tiefschneeabfahrten auch in der Freeride Szene sehr beliebt.

    Rund um den knapp 3000 m hohen Gemsstock finden Tiefschnee Begeisterte zahlreiche attraktive Off-Piste Hänge wie etwa die “Gurschenstock” Route. Sie ist direkt von der Gemsstockbahn zu erreichen, misst knapp 3,5 km und eignet sich gut für Anfänger. Die gesamte Abfahrt ist recht flach, zum Ende hin wird der Hang sehr breit und so haben die Skifahrer viel Platz, um weite Kurven zu ziehen.

    Wer das Tiefschneefahren zum ersten Mal ausprobieren möchte, ist bei den Skischulen in Andermatt an der richtigen Adresse. In den privaten Freeride Kursen bekommt man eine gezielte Technikschulung sowie Informationen rund um das korrekte Verhalten abseits der Piste. Sobald man die Grundlagen der Tiefschneetechnik beherrscht, erkundet man gemeinsam mit dem erfahrenen Guide das freie Gelände und macht die ersten Schwünge abseits der Piste.

    Mehr Infos zu den Freeride Kursen in Andermatt >

    Freeriden in Verbier: Exklusive Touren für Fortgeschrittene

    Ein Freerider zieht eine weite Kurve durch den Pulverschnee in Verbier.
    Aufgrund der anspruchsvollen Hänge fühlen sich vor allem fortgeschrittene Freerider in Verbier wohl © Sander Kan

    Der Walliser Wintersportort Verbier ist Teil des grössten Skiverbunds der Schweiz, dem 4 Vallées, und regelmässig Austragungsort zahlreicher Weltcup-Veranstaltungen und alpiner Ski-Weltmeisterschaften. Verbier ist zudem der einzige schweizer Stopp der Freeride World Tour, einem jährlichen Wettbewerb, bei dem die Elite der Freeride Szene gegeneinander antritt. Auch im März 2019 stürzen sich die weltbesten Freerider beim sogenannten Xtreme Verbier die anspruchsvollsten Tiefschneehänge hinunter.

    Grund genug, um als Tiefschnee Fan dem Skiort auf 1500 m Seehöhe einen Besuch abzustatten. Vor allem für fortgeschrittene Off-Piste Skifahrer hat Verbier viele spannende Skirouten zu bieten. Diese sind am Pistenplan gelb markiert und im freien Gelände an den gelben und orangefarbenen Markierungspfosten zu erkennen. Besonders empfehlenswert ist die Abfahrt vom Col des Mines, die einen traumhaften Ausblick auf Verbier und das Val de Bagnes garantiert. Eine Alternative dazu ist die Skiroute Les Otanes, die vorwiegend durch einen Wald verläuft und mit Rinnen und Klippen zum Tricksen einlädt.

    In Verbier können sowohl Skifahrer als auch Snowboarder an vom Experten geführten Freeride Touren teilnehmen. Die Guides helfen dabei, die eigene Tiefschneetechnik zu verbessern und etwas schwierigere Abfahrten in Angriff zu nehmen. Für erfahrene Freerider bietet sich zudem eine sogenannte “Drive and Ride” Tour an, bei der man innerhalb von 5 Tagen 5 verschiedene Skigebiete besucht und die spektakulärsten Hänge des Wallis befährt.

    CheckYeti Tipp: In Verbier können auch Kinder und Jugendliche Freeriden lernen – Voraussetzung dafür ist, dass man den Parallelschwung perfekt beherrscht und sich auf Pisten aller Schwierigkeitsgrade sehr sicher fühlt.

    Weitere Infos zu den Freeride Touren in Verbier >

    Freeriden in Laax: Tiefschneefahren im hippsten Skigebiet der Schweiz

    Skifahrer blickt von einer Wechte aus in einen tief verschneiten Hang in Laax.
    In Laax lernt man neben der Technik auch den korrekten Umgang mit der Natur © www.gaudenzdanuser.com

    Der Wintersportort Laax liegt im Kanton Graubünden und bildet gemeinsam mit den Orten Flims und Falera ein modernes sowie schneesicheres Skigebiet, das zum grössten Teil zwischen 2000 und 3000 m Höhe liegt. Das Skigebiet hat sich vor allem bei der “jungen Freeride und Freestyle Szene” als absoluter Hotspot etabliert. Mit der Freeride Base wurde in den letzten Jahren ein hippes Zentrum geschaffen, in dem sich Freeride Fans treffen, sich untereinander austauschen sowie ihre Sicherheitsausrüstung testen können.

    Insgesamt zählt das Skigebiet 40 km an Skirouten. Ein besonderes Highlight ist die Route 81, die sogenannte “Ofenabfahrt”. Die zu Beginn breite sowie sanfte Abfahrt misst knapp 2 km und geht zum Schluss in einen anspruchsvollen Steilhang über – der ideale Mix für fortgeschrittene Freerider.

    Wer noch etwas Üben möchte, sollte sich an die örtlichen Skischulen wenden. Sie bieten sowohl Privatstunden zur Verbesserung der Tiefschneetechnik als auch ganztägige Freeride Touren, in Kleingruppen von maximal 1-6 Teilnehmern, an. Die erfahrenen Guides besitzen den eidgenössischen Fachausweis und garantieren somit ein Coaching höchster Qualität. Neben der perfekten Skitechnik lernt man auch viel Wissenswertes über alpine Gefahren, wie etwa Lawinen. Die einheimischen Instruktoren legen zudem grossen Wert darauf, rücksichtsvoll mit der Natur umzugehen. Daher werden alle Teilnehmer auch über Wildschutzgebiete und Ruhezonen informiert.

    Details zu den Freeride Touren in Laax >

     

    Ich bin ja eigentlich keine Frühaufsteherin, aber wenn ich morgens aus dem Fenster schaue und es schneit, dann geht’s so schnell wie möglich rauf auf den Berg und mit Ski oder Snowboard durch den Tiefschnee!