5 Dinge, die du in Gröden gemacht haben musst

Auf einer der rasantesten Pisten Südtirols, der berüchtigten Saslong in Gröden, messen sich auch dieses Jahr wieder die absoluten Größen des internationalen Skisports. Begleitet wird der FIS Ski Weltcup von zahlreichen Veranstaltungen und Parties. Das absolute Party-Highlight des sportlichen Großevents ist alljährlich die große Weltcup-Party, die nach der Siegerehrung direkt im Zielbereich stattfindet.

Wer Gröden auch abseits des Ski Weltcups näher kennenlernen will, wird auf ein einzigartiges Bergpanorama, traumhafte Pisten, top Skikurse und spannende Ausflugsziele stoßen. Das Team von CheckYeti zeigt dir hier die 5 Dinge, die du in Gröden unbedingt einmal gemacht haben musst.

  • Gänsehautgefühl auf der Weltcuppiste Saslong

    Ein Skirennfahrer bestreitet die berühmte Abfahrt Saslong in Gröden.
    Die Elite des Skisports tritt beim Skiweltcup auf der Saslong an © wisthaler

    Die Skipiste Saslong ist vor allem als FIS Ski Weltcup-Strecke der Herren bekannt. Sie startet bei der Seilbahnstation Ciampinoi und reicht bis ins Tal in den Ort St. Christina in Gröden. Die Feuertaufe der Piste fand beim Weltcuprennen im Jahre 1969 statt – seitdem ist die Saslong ein fester Bestandteil des Ski Weltcups. Das Besondere an der Saslong ist der hohe Schwierigkeitsgrad der Piste. Wer hier gewinnen will, muss ein technisch perfektes Rennen abliefern.

    Die Saslong ist eine rasante Piste mit nicht weniger als 17 Sprüngen, die es zu meistern gilt. Der steilste Streckenabschnitt namens Spinel befindet sich gleich am Anfang der Piste und hat ein Gefälle von knapp 57 %. Der erste große Sprung erwartet die Skirennläufer bei der Saut dl Moro, auch als Moro-Sprung bekannt. Das wohl berühmteste Stück der Strecke befindet sich in der Mitte der Abfahrt, die sogenannten Kamelbuckel. Auch hier müssen die Skiprofis imposante Sprünge absolvieren. Am Ende der Piste angelangt ist der steile Zielhang die letzte zu meisternde Herausforderung.

    Skianfänger schnallen sich die Skier am besten ab und besuchen die Weltcup-Abfahrt zu Fuß, denn schon beim Zusehen wird man mit dem Weltcup-Feeling angesteckt. Das motiviert viele Skianfänger, immer wieder nach Gröden zurückzukehren, um irgendwann selbst einmal über die Saslong zu flitzen und das Gänsehautgefühl des Weltcups zu erleben.

    Skifahren lernen wie die Südtiroler Champions

    Erwachsene und Kinder genießen das Bergpanorama auf den Skipisten in Gröden.
    Auf den Pisten in Gröden herrschen hervorragende Bedingungen für das Skifahren lernen © 2015 Seiser Alm Marketing

    Viele der erfolgreichsten italienischen Skifahrer stammen aus Südtirol. So erlernte beispielsweise die berühmte Skirennläuferin Isolde Kostner, die im Laufe ihrer Karriere 51 Podiumsplätze im Ski Weltcup erkämpfte und 3 Goldmedaillen in Weltmeisterschafts-Bewerben gewann, das Skifahren in Gröden.

    Wer Skifahren lernen will, wird im Grödnertal alles finden, was das Skifahrerherz begehrt. Die Kleinsten werden in den Kinderländern mit Spaß und Spiel an das Skifahren herangeführt und von den liebenswerten Skischulmaskottchen motiviert. Erwachsene bevorzugen in Gröden meist private Skikurse, die individuell auf sie abgestimmt sind und in denen sie ihre Skitechnik gezielt verbessern können. Private Skikurse haben zudem den Vorteil, dass sie auch bequem für kleine Freundesgruppen oder die Familie gebucht werden können.

    Ein besonderes Highlight für Skifans ist das einzigartige Bergpanorama, das sich vor einem erstreckt, während man die Pisten des Skigebiets erobert. Von fast allen Pisten des Grödnertals aus kann man den Langkofel, italienisch Sassolungo, erblicken. Von zahlreichen Pisten hat man auch einen Blick auf die Naturparks in den Dolomiten, die Teil des UNESCO Weltnaturerbes sind.

Die Sellarunde: Ein Tagesausflug auf Skiern

Bergpanorama auf verschneite Berggipfel in den Dolomiten.
Auf der Sellarunde kann man den Blick auf zahlreiche Berggipfel der Dolomiten genießen

Wenn du ein großer Skifan bist und dich ein ganzer Tag auf den Skiern begeistert, wird diese Pistenrunde ein ganz besonderes Erlebnis für dich werden. Über die Sellarunde, auf Italienisch auch Sellaronda genannt, wird das Sellamassiv in Südtirol und Trentino umkreist. Dabei werden ganze 4 Pässe umfahren: das Sellajoch, das Pordoijoch, der Campolongopass und das Grödner Joch. Ein Highlight dieser 40 km langen Skirunde (davon 26 Pistenkilometer) ist vor allem das einmalige und für die Dolomiten charakteristische Bergpanorama, das aus schroffen und steilen Bergwänden besteht.

Das Besondere an dieser Skirundtour ist, dass man diese von 4 verschiedenen Skitälern (Gröden, Corvara, Arabba und Canazei) beginnen kann. Obwohl die Befahrung der ganzen Strecke lediglich ca. 2 bis 3 Stunden dauert, wird empfohlen, für die Sellarunde inklusive Liftfahrten und einer gemütlichen Mittagspause etwa 6 Stunden einzuplanen. Zudem sollte man unbedingt darauf achten, morgens nicht zu spät zu starten, da die Liftanlagen um 15:30 Uhr schließen.

Da die Pisten der Sellarunde keine besonderen Schwierigkeiten aufweisen, können sie von jedem fortgeschrittenen Skifahrer erkundet werden. Alles, was du neben einem guten Zeitplan für diese Tour benötigst: deine Skiausrüstung, den richtigen Skipass (Dolomiti Superski) und einen Pistenplan.

CheckYeti Tipp: Jährlich findet der Sellaronda Skimarathon statt. Dabei handelt es sich um einen nächtlichen Rennwettbewerb auf Tourenskiern, bei dem die Wintersportler die Umrundung ohne die Benutzung der Liftanlagen meistern. Das Sportevent findet am 27. März 2020 statt und startet sowie endet in Wolkenstein in Gröden, wo anschließend auch die Siegerehrung abgehalten wird.

Naturpark Schlern-Rosengarten: UNESCO Weltnaturerbe

Ausblick auf die rosa verfärbte Rosengartengruppe während der Dämmerung in Südtirol.
Panorama des Rosengartens beim Alpenglühen in Südtirol

Für einen entspannten Halbtages-Ausflug nach ein paar Tagen auf der Skipiste in Gröden empfiehlt sich der Naturpark Schlern-Rosengarten. Dieser liegt in den westlichen Dolomiten auf einem Bergmassiv, dem Rosengarten (italienisch Catinaccio) und ist 10 km von Gröden entfernt. Abends vollzieht sich auf der Rosengartengruppe ein echtes Naturspektakel, denn die Bergkette wird von der herabsinkenden Sonne rosa eingefärbt.

Das Naturphänomen, das die Berge in unzählige Rosa-Nuancen taucht, wird auch Alpenglühen genannt und fasziniert die südtiroler Bevölkerung bereits seit Jahrhunderten. Um eine Erklärung für die Verfärbung bei Sonnenuntergang zu finden, entstanden zahlreiche Legenden, die alle vom Zwergenkönig Laurin handeln.

Eine der bekanntesten Versionen berichtet davon, dass König Laurin sich in die Königstochter Similde verliebte und sie kurzerhand in den Rosengarten entführte, wodurch ein Kampf zwischen ihm und dem Verlobten Simildes ausbrach. Laurin machte sich dank einer Tarnkappe unsichtbar. Sein Rivale konnte ihn jedoch aufgrund der Bewegung der Rosen erkennen, überwältigte ihn und befreite die Königstochter. Daraufhin belegte König Laurin die Bergkette mit einem Fluch, der den Rosengarten bei Tag und bei Nacht verbergen sollte. Dabei vergaß er allerdings auf die Dämmerung, wodurch der Rosengarten bei Sonnenaufgang und -untergang “blüht”. Bei einem Besuch des Naturparks treten weitere Details dieser spannenden Legende zu Tage und jeder hat die Möglichkeit, seine Lieblingsversion der Sage rund um König Laurin ausfindig zu machen.

Einzigartige Holzskulpturen bestaunen

Aktuelle Holzschnitzarbeiten im Grödnertal in Südtirol.
Die Holzschnitzkunst ist im Grödnertal eine jahrhundertealte Tradition © IDM Südtirol / Stefano Scatà

Als Abwechslung zum Skikurs oder, um sich nach einem langen Tag auf der Piste etwas auszuruhen, bietet sich das Schlendern durch die zahlreichen Kunsthandwerksläden der Grödner Holzschnitzer an. Die Schnitzer des Grödnertals führen eine jahrhundertealte Tradition weiter, die unter Kunstkennern auch heute noch über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist.

Die Grödner Holzschnitzkunst entstand im 17. Jahrhundert und war ursprünglich ein Versuch, die große Not, die damals herrschte, durch den Verkauf von selbstgefertigten Kunstwerken aus Holz zu überwinden. Bald wurden vor allem sakrale Kunstobjekte wie Kruzifixe, Krippen und Heiligenfiguren hergestellt, die bis heute in ganz Italien beliebt sind. Um die Tradition des Holzschnitzen zu wahren und auch in Zukunft von Generation zu Generation weitergeben zu können, wurde die Landesberufsschule für das Kunsthandwerk im Grödnertal gegründet.

CheckYeti Tipp: In der Weihnacht- und Adventszeit werden in den kleinen Ortschaften des Grödnertals wunderschöne Holzkrippen aufgestellt, die eine Spezialität der Grödner Kunstschnitzer sind. Zudem können in diversen Ausstellungen hölzerne Volkskunstobjekte verschiedenster Stilrichtungen bestaunt werden.

 

Fedora von CheckYeti

Als Salzburgerin bin ich schon mit 3 Jahren das erste Mal auf Skiern gestanden. Seither ist das Skifahren für mich ein ganz besonderes Highlight der Wintersaison!