Die richtige Skitechnik: Die besten Tipps & Übungen für Anfänger

Du willst über weiße Pisten flitzen und wunderschöne Winterlandschaften um dich bewundern? Kein Problem – Skifahren kann ein jeder lernen, egal ob Kind oder Erwachsener. Dank moderner Skitechnologie und erfahrenen Skilehrern gleiten auch Anfänger bereits nach wenigen Tagen über die Pisten.

Um den Einstieg in den beliebtesten Wintersport der Europäer so leicht wie möglich zu gestalten, haben wir, das Team von CheckYeti, die wichtigsten Tipps und Übungen für einen jeden Ski Anfänger gesammelt und stellen sie im folgenden Beitrag vor.

Die Ausrüstung: Wie komme ich in meine Skischuhe hinein?

Damit die ersten Fahrversuche erfolgreich sind und gleichzeitig Spaß machen, sind bequeme Skischuhe besonders wichtig. Im Folgenden werden ein paar Tipps vorgestellt, die die Suche nach dem perfekten Skischuh erleichtern.

Zunächst wird schon beim Kauf oder Verleih der Schuhe geraten, diese mindestens 20 Minuten lang zu tragen, bevor man eine endgültige Entscheidung trifft. Idealerweise geht man während des Anprobierens etwas auf und ab oder mehrmals in die Hocke, um die richtigen Skischuhe zu finden.

Außerdem ist es wichtig, bevor man zum Skikurs oder auf die Piste geht, die Skischuhe bereits im Haus bzw. im Hotel, wo Raumtemperatur herrscht, anzuziehen. Hier sind die Skischuhe noch warm und „weich“ und passen sich am besten an den Fuß an. Während man eine Pause auf einer Hütte oder auf dem Skilift einlegt, können die Schuhe zwar leicht gelockert, jedoch nicht zur Gänze ausgezogen werden. Durch die Kälte werden die Schuhe hart und passen anschließend nicht mehr so gut wie am Morgen.

Mit unserer Checkliste ist das Anschnallen der Skier kein Problem.
Eine helfende Hand kann beim Anschnallen der Skier sehr hilfreich sein

Hat man schließlich die passenden Schuhe gewählt und ist an der Piste angekommen, geht es an das Anschnallen der Skier. Für Anfänger (und auch Fortgeschrittene) ist es manchmal eine Herausforderung, im rutschigen Schnee und auf einem Hang, in die Bindungen hineinzukommen. Es gibt aber auch hier ein paar Tricks, die das Leben erleichtern.

Checkliste: Schrittweise zum richtigen Anschnallen der Skier

  1. Nachsehen, ob die Sohlen der Skischuhe von Schnee befreit wurden
  2. Skier parallel zum Hang auflegen (die Stopper zeigen nach unten, dadurch können die Skier nicht wegrutschen)
  3. Neben dem Talski stellen und mit dem ersten Fuß mit der Spitze voran in die Bindung des Talskis (der Ski, der dem Tal näher ist) steigen
  4. Ferse langsam nach unten drücken, bis die Bindung einrastet und der Ski fest mit dem Schuh verbunden ist
  5. Das Ganze mit dem zweiten Fuß wiederholen (Skistöcke oder eine helfende Hand können hier beim Halten des Gleichgewichtes helfen)

Aufwärmen und Dehnen: Das A und O bei der Vorbereitung auf einen Skitag

Bevor es auf die Piste geht, sollten zusätzlich mindestens 10 Minuten eingeplant werden, um sich gründlich aufzuwärmen. Beim Skifahren ist man zumeist mehrere Stunden sportlich aktiv, was eine große Belastung für den Körper darstellen kann. Durch ein ausgiebiges Aufwärmen steigen Körpertemperatur und Durchblutung, wodurch die Gelenke mit mehr Nährstoffen versorgt werden und das allgemeine Verletzungsrisiko um ein Vielfaches gesenkt wird.

Den Körper richtig aufwärmen

CheckYeti Tipp: Die folgenden Übungen können entweder in den Skischuhen oder mit angeschnallten Skiern durchgeführt werden. Empfohlen wird, die Bewegungen für rund eine Minute auszuüben, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Um die Oberschenkelmuskulatur zu aktivieren, wird geraten, unterschiedliche Variationen von Kniebeugen zu machen. Begonnen wird im Normalfall mit „klassischen“ beidbeinigen Kniebeugen, anschließend können einbeinige Kniebeugen oder Kniewippen gemacht werden. Bei Kniewippen beugt man die Knie, bis man in die typische Position der Abfahrtshocke kommt. Danach wippt man 30-60 Sekunden lang auf und ab.

Kniewippen gelten aus ideale Aufwärmübung vor dem Skifahren.
Ein gründliches Aufwärmen vor dem Skifahren ist besonders wichtig um Verletzungen zu vermeiden

Um auch den Oberkörper aufzuwärmen, sind Armkreise gut geeignet. Hier werden die Arme und Schulter seitlich in kleinen oder großen Kreisen bewegt – abwechselnd ca. 10-mal nach vorne und danach nach hinten.

Wer zum ersten Mal Skifahren geht, sollte beachten, dass bei dieser Sportart andere Muskelgruppen als im Alltag beansprucht werden. Es ist deshalb sinnvoll, bereits vor dem Skiurlaub an seiner Kondition und Muskelkraft zu arbeiten. In diesem Artikel findet man eine Übersicht an einfachen und kurzen Übungen, die eine perfekte Vorbereitung auf das Skifahren sind >

Die Muskel gut dehnen

Nachdem der Körper gut aufgewärmt wurde, sollten die wichtigsten Muskelgruppen kurz gedehnt werden, um auf der Piste so flexibel wie möglich zu sein. Gründliches Dehnen vor dem Skifahren wirkt sich nicht nur positiv auf den eigenen Fahrstil aus, sondern hilft auch dabei, den ein oder anderen Sturz abzufedern.

Um die hintere Oberschenkelmuskulatur zu dehnen, stellt man sich mit den Skiern schulterbreit in den Schnee und stützt sich mit Hilfe der Stöcke ab. Anschließend wird ein Bein nach vorne gehoben und das hintere Skiende leicht in den Boden gesteckt. Beugt man anschließend den Oberkörper nach vorne, sollte ein leichtes Ziehen im hinteren Oberschenkel des gehobenen Beines zu spüren sein. Nach einigen Sekunden wird der Fuß wieder abgestellt und die Seite gewechselt.

Die Oberschenkelvorderseite wird mit einer ähnlichen Übung gedehnt. In diesem Fall wird das Bein nach hinten gehoben und die vordere Skispitze in den Schnee gesetzt. Hier sollte das Knie in einem schwachen 90 Grad Winkel gebeugt sein. Anschließend wird die Hüfte vorsichtig nach vorne gedrückt- sobald ein leichtes Ziehen im Oberschenkel zu spüren ist, wird die Seite gewechselt.

Die Leiste und die Innenseiten der Beine werden gedehnt, indem man sich in einen seitlichen Ausfallschritt begibt. Ein Bein ist hierbei gestreckt, das andere wird langsam nach unten gebeugt. Eine leichte Dehnung sollte bei dieser Übung in der Beininnenseite des ausgestreckten Beines sowie der Leiste zu spüren sein.

CheckYeti Tipp: Wichtig ist, sich auch nach einem langen Tag auf der Piste noch einmal kurz zu dehnen. Ein anschließender kurzer Spaziergang in normalen Schuhen und eine heiße Dusche verringern die Wahrscheinlichkeit eines hartnäckigen Muskelkaters am nächsten Tag.

Erste Bewegungen in der Ebene: Gleiten, Pflug und Kurven

Sind die Skier angeschnallt und der Körper ausreichend aufgewärmt und gedehnt, steht dem Ski-Spaß nichts mehr im Wege. Vor den ersten Manövern auf der Piste sollte man zunächst ein Gefühl für die Ausrüstung bekommen, z.B. indem ein Fuß gehoben und auf dem anderen Ski balanciert wird. Nach ein paar Sekunden wird der Fuß gewechselt. Eine andere Option ist das Auf- und Abspringen auf dem Platz – entweder auf beiden Füßen gleichzeitig oder abwechselnd.

Nachdem man ein Gefühl für die Ausrüstung und deren Gewicht bekommen hat, kann man zum Gleiten übergehen. Das Gleiten ist eine gute Übung, um sich an die typischen Bewegungen im Schnee zu gewöhnen. Hierbei steht man mit den Skiern parallel auf ebenem Boden und rutscht mit den Füßen abwechselnd nach vorne und hinten. Wer sich schon sicher fühlt, kann versuchen, sich mit einem Ski oder den Skistöcken abzustoßen und langsam über den Schnee zu gleiten.

Egal ob Kinder oder Erwachsene, Skifahren lernen geht am Besten mit dem Schneepflug.
Der Schneepflug ist die beste Übung zum Skifahren lernen, für Groß und Klein

Der Schneepflug ist vor allem für Anfänger gut geeignet. Bei diesem Fahrstil werden die Skispitzen während des Gleitens vorne zusammengeführt. Die Skienden zeigen dabei nach außen, wobei die Position der Skier an ein verkehrtes “V” oder ein Stück Pizza erinnert. Wer schließlich bremsen will, drückt während im Schneepflug gefahren wird, die Innenkanten der Ski kräftig in den Boden (wobei die Stellung im V beibehalten wird). Durch die Verlagerung des Gewichts auf die Innenkanten wird der Widerstand des Schnees stärker- es wird langsam abgebremst.

Auch die ersten Kurven werden in der Position des Schneepflugs gemacht, wobei man anfänglich am besten auf die Skistöcke verzichtet. Um eine Kurve einzuleiten, legt man beim Gleiten über den Schnee zunächst beide Hände auf die Knie und belastet die Innenkante von nur einem Ski. Durch die geänderte Gewichtsverteilung drehen sich die Skier in die gegenüberliegende Richtung, der stärker belastete Ski wird zum Talski und die erste Kurve wurde erfolgreich gemeistert!

Die erste Fahrt mit dem Skilift: Hilfreiche Tipps

Sobald man den Anfängerhügel überwunden hat, geht es auf die erste „richtige“ Piste – und zwar mit dem Skilift. Es gibt verschiedene Arten von Skiliften – grob werden sie in Schlepplifte und Seilbahnen unterteilt.
Bei Schleppliften handelt es sich um alle Lifte, bei denen man als Skifahrer auf den Skiern im Schnee steht und auf den Berg hinaufgezogen wird.
Zu Seilbahnen gehören alle Lifte, die in der Luft hängend nach oben fahren. Im Unterschied zu Schleppliften befindet man sich hier in einer Kabine oder sitzt in einem Sessel, anstatt am Boden gleitend gezogen zu werden.

Beide Arten von Liften können für Anfänger zunächst etwas abschreckend sein, mit den folgenden Tipps wird die erste Fahrt jedoch ein voller Erfolg!

Bügellifte schauen schwerer aus, als sie es sind.
Unsere Tipps helfen bei einer erfolgreichen ersten Liftfahrt

Schlepplifte werden genauer in Teller- und Bügellifte unterteilt, wobei Tellerlifte von Anfängern am häufigsten genutzt werden. An der Einstiegsstelle eines Tellerliftes angekommen, müssen die Skier parallel zueinander positioniert werden. Die Skistöcke baumeln währenddessen locker am Handgelenk. Anschließend packt man den „Teller“, drückt ihn rasch zwischen die Beine, schließt diese und lässt sich gemütlich vom Lift mitziehen. An der Ausstiegsstelle angekommen, holt man den Teller wieder zwischen den Beinen hervor, lässt ihn los und fährt zur Seite.

Bügellifte werden im Gegensatz zu Tellerliften zwar zumeist zu zweit befahren, funktionieren vom Prinzip her aber ähnlich. Hier steht man an der Einstiegstelle entweder zu zweit – oder alleine – der ankerförmige Bügel wird unter das Gesäß gedrückt und zieht einen von hinten mit.

Wichtig ist bei beiden – Teller- und Bügellift -, dass man sich nicht auf den Bügel setzt, sondern nur leicht in die Knie geht und sich mitziehen lässt. Sollte man trotz guter Vorbereitung einmal das Gleichgewicht verlieren und den Teller oder Bügel verlieren, ist das kein Problem. Wichtig ist in so einem Fall, dass schnell auf die Seite fährt und es ein weiteres Mal versucht!

Der Sessellift ist einer der beliebtesten Lifte unter Skifahrern.
Sessellifte bieten oft eine kurze, gewollte Entspannungsphase bevor es wieder den Berg hinunter geht

Die nächste Stufe des Liftfahrens ist der Sessellift, der zur Kategorie der Seilbahnen gehört. Bei dieser Art von Lift sitzt man zu zweit oder mit mehreren Personen auf einer Bank und wird in der Luft zur nächsten Bergstation transportiert.

Checkliste: Die erste Fahrt mit dem Sessellift:

  1. Man stellt sich in einer bestimmten Anzahl an Personen in einer Linie auf und hält die Skistöcke in einer Hand
  2. Der Sessellift kommt anschließend von hinten- im richtigen Moment setzt man sich hinein
  3. Nach dem Hinsetzten wird der Sicherheitsbügel hinuntergezogen
  4. Während der Fahrt hat man die Möglichkeit, das umliegende Winter-Wunderland zu genießen und ein wenig zu entspannen
  5. Kurz vor der Ausstiegsstelle öffnet man den Sicherheitsbügel
  6. Im richtigen Moment drückt man sich von der Bank ab und rutscht im Pflug auf die Seite

 

Da ich ein absoluter Wintermensch bin, gibt es für mich nichts Besseres, als stundenlang im Schnee unterwegs zu sein – kein Wunder, dass das Skifahren meine Lieblingssportart ist!